Introvertiert oder extravertiert – was bin ich? Vielleicht sogar beides?

introvertiert oder extravertiert

Bin ich als HSP introvertiert oder extraviertiert?

In diesem Beitrag geht es um eine Ausrichtung, die mir generell interessant erscheint. Die aus meiner Sicht aber vor allem für hochsensible und hochsensitive Menschen wichtig ist. Die Frage: bin ich introvertiert oder extravertiert?

Aber was bedeuten eigentlich Introversion und Extraversion?

Und gibt es davon jeweils unterschiedliche Ausprägungen?

Ja, die gibt es. Lass dich überraschen!

 

Was dich in diesem Beitrag erwartet

Elaine Aron hat das Phänomen der HSP als erste beschrieben. Und laut ihr sind Hochsensible zu etwa 70% introvertiert und zu runden 30% extravertiert.

  • Was bedeutet es eigentlich, introvertiert oder extravertiert zu sein?
  • Und welche Ausprägungen gibt es dabei jeweils?
  • Ist das wirklich eine fertige Anlage, die wir so mitbekommen?
  • Oder kann sich diese im Laufe des Lebens verändern?
  • Gibt es bei diesen 70% HSP Phasen, in denen sie weniger introvertiert sind?
  • Und umgekehrt: gibt es bei den 30%  Extravertierten auch Phasen, in denen sie eher introvertiert sind?
  • Vielleicht gibt es verschiedene Arten von Introversion und Extraversion?
  • Können wir selbst etwas daran ändern?
  • Warum ist es wesentlich, uns dieser Anlage bewusst zu sein?

 

Wie schätzt du dich ein?

Bist du introvertiert oder extravertiert?

Oder bist du mal introvertiert und mal extravertiert?

Also im Grunde beides?

Gibt es diese Kombination überhaupt?

Kannst du eindeutig beurteilen, welche Anlage du in dir trägst?

Und wie du diese auslebst?

Mit genau diesen Fragen werden wir uns hier befassen.

 

Als HSP introvertiert oder extravertiert sein 

Beginnen wir mit einem allgemeinen Zugang zu diesem Thema – natürlich in Bezug zur Hochsensibilität und Hochsensitivität.

Solltest du meinen Beitrag zu diesen beiden Anlagen noch nicht gelesen haben, dann findest du ihn hier!

An sich scheint die Introversion tatsächlich besser zur Hochsensibilität zu passen als die Extraversion.

Was erwarten wir bei einem Menschen, der “die Nerven außen auf der Haut trägt”? Der sich “wie eine Mimose fühlt” und “das Gras wachsen hört”? Eigentlich nehmen wir an, dass er introvertiert ist. Und sich eher zurückzieht. Aber ist das tatsächlich immer so?

 

Als HSP introvertiert sein – wir äußert sich das?

Wenn du introvertiert bist, ist zu vermuten, dass du:

  • größere Menschenansammlungen meidest,
  • eine Vorliebe für wenige, dafür enge und vertrauenswürdige Freundschaften hast,
  • vor allem Verständnis und gegenseitige Unterstützung suchst
  • und dir in Gesprächen vorwiegend Ernsthaftigkeit wünschst,
  • lieber zuhörst, als selbst zu reden,
  • reges Interesse an Philosophie und dem Sinn des Lebens hast,
  • stark nach innen gewandt bist,
  • um dich intensiv mit deiner komplexen Gefühlswelt auseinanderzusetzen
  • und deine inneren Kämpfen und Ambivalenzen zu reflektieren…

… all das reduziert die Gefahr der Überstimulation von außen. Daher scheint es für viele HSP ein ganz guter Schutzmechanismus zu sein.

Und all das ist zugleich charakteristisch für die Introversion. Also stimmen diese beiden Charakteristiken durchaus zusammen.

 

Unmittelbare Verarbeitung von äußeren Reizen

Andererseits suchen HSP ständig nach neuen Reizen, um ihr besonders dichtes Nerven-Netzwerk im Gehirn mit Eindrücken zu füttern.

Das gestaltet sich vor allem bei HSP, die vorwiegend introvertiert sind, als Gratwanderung. Und führt allzu leicht zur Überstimulation.

Daher sind viele HSP in Gesellschaft lieber die stillen Beobachter und guten Zuhörer. Und haben dabei die Tendenz , wie ein Schwamm alles aufzusaugen.

Dabei haben sie aber immer einen großen Teil ihrer Aufmerksamkeit auch nach innen gerichtet. Weil sie die äußeren Eindrücke möglichst unmittelbar verarbeiten wollen.

Den Großteil ihrer Kraft schöpft sie aus Zeiten des alleine Seins, in denen sie ganz und gar bei sich sind.

Eine hochsensible und hochsensitive Person, die vorwiegend introvertiert ist, lehnt Small Talk ebenso ab wie Selbstdarstellung. Sie ist meist sehr nachdenklich. Und sie äußert sich erst dann zu einem Thema, wenn sie es eingehend reflektiert und emotional durchleuchtet hat.

 

Umgang mit anderen

Wenn eine HSP eher introvertiert ist, drückt sie ihre Gefühle nur gegenüber Menschen aus, die ihr wirklich sehr nahe stehen. Dabei ist ihre Ausdrucksweise stets vorsichtig, zurückhaltend und bedacht.

HSP erleben allzu oft, dass sich andere von ihrer starken Emotionalität irritieren lassen. Oft gar überwältigt sind. Dann nehmen sie sich fortan lieber zurück.

Und nicht selten verstecken sie sich dann hinter einer unverfänglichen Maske der Unberührbarkeit. Was vor allem dazu dient, sich vor der Zurückweisung durch normalsensible Menschen zu schützen.

 

Als HSP introvertiert zu sein, scheint organischer zu sein

Tatsächlich scheint mir die Introversion der Hochsensibilität und vor allem der Hochsensitivität eher entgegen zu kommen als die Extraversion.

Introvertierte HSP ziehen sich gern und oft in ihr Refugium zurück. Sowohl in ihre eigenen vier Wände, als auch in ihr eigenes Inneres.

Damit sind sie nicht so sehr belastender Überstimulation ausgesetzt.  Zumindest nicht der von außen. Denn ihr Inneres ist ja schon komplex genug!

Dann laufen sie nicht so sehr Gefahr, von anderen verletzt, kritisiert, be- und verurteilt zu werden. Was für HPS generell ein starker Stressor ist.

Eine HSP, die vorwiegend introvertiert ist, wird sich im Leben generell leichter tun als ihr extravertiertes Pendant.

 

Extraversion bei HSP – wie äußert sich diese?

Extravertierte HSP sind etwas geselliger und haben meist einen größeren Freundeskreis. Aber auch sie achten dabei sehr auf Qualität.

Sie tun sich in Gruppen leichter als jene HSP, die introvertiert sind. Und sie bringen sich auch gerne aktiv ein.

Dabei haben sie weniger Probleme mit Fremden. Und es fällt ihnen auch nicht so schwer, neuen Menschen zu vertrauen.

Verbalen Austausch empfinden die nach außen gewandten HSP als durchaus inspirierend. Sie sind umgänglich und ihre Gespräche können auch mal leichter, heiterer und vergnügter sein. Vor allem die Auseinandersetzung mit interessanten Menschen fasziniert sie.

Und wenn ein Thema sie fasziniert, können sie sich richtig begeistern. Dann schaffen sie es, auch andere mit ihrem Enthusiasmus zu mitzureißen und zu motivieren.

Allerdings brauchen sie dann unbedingt wieder Ruhe, um all die neuen Impulse zu verarbeiten.

 

Größere Gefahr der Reizüberflutung!

So leben extrovertierte HSP oft in einem ständigen Hin und Her zwischen unterschiedlichen Phasen.

In den Phasen starker, nach außen orientierter Lebendigkeit laufen sie Gefahr, sich in der Reizüberflutung zu erschöpfen. Daher brauchen sie dann Phasen, in denen sie sich total zurückziehen und nur mit sich alleine sein wollen.

Dies kann bei dieser Ausprägung übrigens auch nach einem langen arbeitsreichen Berufsalltag passieren. Einfach, weil sie sich in ihrer Außenorientierung von einem solchen leichter überreizen lassen als introvertiertere.

Du siehst schon, dass diese spezielle Ausprägung einer HSP sehr ambivalent ist. Wir könnten sie – in Anlehnung an den Begriff „ambivalent“ – als ambivertiert bezeichnen. Also als eine Mischung aus intro- und extravertiert.

Denn tatsächlich haben auch diese HSP haben neben ihrer lebhaften Extraversion immer auch einen introvertierten Anteil in sich.

 

Extravertierte Hochsensibilität und Hochsensitivität ist anspruchsvoller

Mir scheint daher die extravertierte Variante für HSP etwas anspruchsvoller zu sein. Vor allem in ihrer Ambivalenz und größeren Schwankungsbreite. 

Allerdings können Menschen dieser Ausprägung vielleicht mehr in der Welt bewegen. Vor allem die extravertierten HSP bringen sich gern in der Gesellschaft ein. Mit ihrem starken Gerechtigkeitssinn und Idealismus wollen sie die Welt zu einem besseren Ort verändern. 

 

Eine differenziertere Sicht auf Intro- und Extraversion

Das bisher Geschilderte umschreibt eher die allgemeine Sicht auf diese beiden Ausrichtungen. Diese ist dir vermutlich nicht neu.

Ich möchte dir hier jedoch noch eine weitere, etwas differenziertere Unterscheidung vor Augen führen. Diese habe ich vor vielen Jahren über die Astrologie gelernt.

Mehr dazu findest du übrigens auch in meinem Buch “HSP – bin ich hochsensibel? Hochsensibilität im neuen Licht”

HSP ebook

Bist du bereit, noch etwas weiter in die Tiefe zu gehen?

Hattest du vielleicht immer schon das Gefühl, dass da noch mehr Faktoren mit hereinspielen?

Habe ich dich jetzt neugierig gemacht?

 

Du kannst rezeptiv und willensmäßig introvertiert oder extravertiert sein

Die Intro- oder Extraversion bezieht sich nämlich einerseits auf die psychische Stellung zum Außen. Zu anderen Menschen, Dingen, Situationen, Tatsachen, Ereignissen. Dabei geht es um die Richtung unserer gefühlsmäßigen und intellektuellen Wahrnehmung.

In diesem Sinn richten HSP, die primär introvertiert sind, ihre Rezeption vor allem auf ihr eigenes Innenleben. Während extravertierte HSP sich mit ihren Wahrnehmungsantennen vor allem nach außen hin orientieren.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch eine willensmäßige Intro- oder Extraversion. Diese richtet den Schwerpunkt der Aktivität jeweils nach innen oder nach außen.

In diesem Sinne neigen extravertierte HSP eher dazu, ihre Ideen praktisch umzusetzen. Bringen sie also auf den Boden der Realität. Und verflechten sich dabei aktiver mit den äußeren Vorgängen. Pflegen also einen lebhafteren Austausch mit der äußeren Welt.

Willensmäßige Introversion neigt hingegen zu stillerer Lebensführung und mehr zum In-sich-hinein-Leben. Und führt nicht selten auch zur Wendung ins Seelisch-Geistige.

 

Konvergente und divergente Ausrichtungen

Interessanterweise können diese beiden Formen der Intro- und Extraversion innerhalb einer Person jeweils in die gleiche Richtung weisen. Das muss aber nicht der Fall sein!

 

Konvergente Ausrichtungen

Das wäre dann auf der einen Seite die hochsensible Persönlichkeit, die sowohl rezeptiv als auch willensmäßig introvertiert ist.

Diese kann sich in Form der zurückgezogen lebenden Künstlerseele oder als der „zerstreute Professor“ manifestiert. Allerdings finden wir hier auch viele Autisten. Aber auch jene, die ihrer Sucht verfallen sind und nur mehr in ihren Visionen lebt.

Auf der anderen Seite haben wir die sowohl rezeptiv als auch willensmäßig extravertierten hochsensiblen Personen.

Das sind die guten Zuhörer, die sich zugleich aber auch als gute Empfehlungsgeber erweisen. Das sind meist Menschen, deren Helfer-Syndrom stark ausgeprägt ist. Und die auch durchaus zur Co-Abhängigkeit neigen.

Natürlich verarbeiten auch sie das im Außen Wahrgenommene intensiv in ihrem Inneren. Aber meist liegt es ihnen sehr am Herzen, ihre Schlussfolgerungen und Einsichten auch mit ihrem Gegenüber zu teilen.

Sie wollen die Impulse, die sich aus der Kombination von inneren und äußeren Wahrnehmungen ergeben, auch in der Tat umsetzen. Streben also nach realer Verwirklichung.

 

Divergente Ausrichtungen

Parallel dazu gibt es Interessanterweise aber auch Mischformen, die auf den ersten Blick merkwürdig ambivalent – eben ambivertiert – wirken.

In Wahrheit sind das aber jeweils Normvarianten, die unser Menschsein vielfältiger machen und unsere Gesellschaft enorm bereichern.

Allerdings gehe ich davon aus, dass diese ambivertierten Menschen alleingeborene Zwillinge sind, die ihre verlorene zweite Hälfte mitleben. Die also praktisch zwei Leben in einem Leben.

Und daher auch meist vielbegabte Renaissance Menschen sind. Heute nennt man sie “Scanner Persönlichkeiten”.

Wenn dieses Thema dich interessiert, dann lies meinen Artikel “Scanner Persönlichkeiten”!

In meinem Seelenfitness-Blog gibt es übrigens auch einen eigenen Scanner Persönlichkeit Test. Mit diesem kannst du feststellen, ob du auch ein Scanner bist.

All das können wir bei näherem Hinsehen übrigens auch über die Verteilung der Planeten im Horoskop erkennen.

 

Rezeptiv introvertiert und willensmäßig extravertiert.

So kann ein Mensch rezeptiv introvertiert sein. Damit sind seine Wahrnehmungs-Antennen also vor allem nach innen gewandt. Kann dabei aber willensmäßig durchaus extravertiert sein.

Er handelt dann also  aktiv auch nach außen hin. Richtet sich dabei aber vorwiegend nach Impulsen, die er aus seinem eigenen Inneren schöpft. Dazu schottet er sich in seiner Rezeption mehr oder weniger nach außen hin ab. Und zeigt oft ein undurchschaubares Pokerface.

 

Rezeptiv extravertiert und willensmäßig introvertiert.

Umgekehrt können Menschen in ihrer Rezeption vor allem nach außen gewandt, gleichzeitig aber willensmäßig introvertiert sein. Sie richten dann ihre Wahrnehmungs-Antennen vorwiegend nach außen. Agieren dabei aber kaum sichtbar nach außen.

Sie verwirklichen sich in ihrem Tun und ihrer vorwiegend geistigen Aktivität vor allem in ihrem Inneren.

Diese Menschen engagieren sich meist ganz besonders für ihre Persönlichkeitsentwicklung. Holen sich dafür jedoch Impulse auch oder vorwiegend von außen.

Das sind oft Eigenbrötler, die sich Impulse und Informationen vor allem aus dem Internet holen. Um dann als stille Forscher ungemein wertvolle Entdeckungen zu machen und der Welt zu schenken. Die „Nerds“ sind wohl in dieser Kategorie zu finden.

Auch HSP mit dieser Mischung sind gute Zuhörer und Zuhörerinnen, bringen sich im Gespräch aber nicht so stark ein.

Sie verarbeiten das, was sie von anderen hören und auf andere Art und Weise wahrnehmen, intensiv. Aber das tun sie vor allem, indem sie es mit den hoch komplexen Prozessen in ihrem Inneren abgleichen.

Habe ich dich mit meiner Beschreibung verwirrt?

Nun, ich hoffe, nicht allzu sehr, denn es geht noch weiter!

 

Die Ausprägung ändert sich je nach Lebensphase

Menschen – und ganz besonders wir HSP! – sind nicht starr in einer Charakterisierung gefangen. Und dies umso weniger, je bewusster und entwicklungsfreudiger sie sind.

Ich erlebe immer Menschen, sie sich kaum verändert haben, wenn ich ihnen nach Jahren wieder begegne. Und andere wandeln sich von Mal zu Mal, wo ich sie sehe. Auch wenn das recht regelmäßig und in eher kurzen Abständen ist.

Ist dir das auch schon einmal aufgefallen?

Ich möchte das gar nicht bewerten. Denn ich glaube an einen Seelenplan, in dem vieles vorgesehen ist.

Vor allem auch, ob die jeweilige Inkarnation eher einfach, geradlinig und unkompliziert konzipiert ist. Oder eher einer vielschichtigen Hochschaubahn gleicht. Mit vielen Höhen und Tiefen, mit Loopings und Sprüngen, mit Aufstiegen, denen mancher Fall folgt.

Ein solch intensives Leben fordert und fördert weit mehr Transformation als das, was ich als „Light-Version“ bezeichne.

Und meiner Erfahrung nach gehören alleingeborene HSP eher in die zweite Kategorie. Was zugleich bedeutet, dass sie entwicklungsrascher sind. Und in ihren verschiedenen Lebensphasen die extremen Pole weit mehr ausloten.

Auch das ist übrigens astrologisch zu verifizieren.

 

Unsere Zuordnung ist nicht starr!

Was heißt das jetzt in unserem Zusammenhang?

Auch unsere Zugehörigkeit in eine der vier Ausprägungen in Bezug auf Intro- und Extraversion ist flexibel. Das ist kein starres „so ist es und so bleibt es ein Leben lang“. Im Gegenteil.

Es gibt Phasen, in denen die Introvertierten sich mehr nach außen orientieren – sowohl rezeptiv als auch willensmäßig. Um dann aber wieder in ihren Kokon zurückzukehren.

Und es gibt Phasen, in denen auch Extravertierte sich in sich selbst zurückziehen. In denen sie für eine Weile introvertiert und fast wie in sich selbst gefangen scheinen. Um dann wieder wie Phoenix aus der Asche zu steigen und von Neuem aufzublühen. Und im wahrsten Sinn des Wortes „hinaus zu blühen“.

 

Wo findest du dich aktuell wieder? 

Daher empfehle ich dir, dich selbst in einer dieser verschiedenen Kategorien wieder zu finden. Und zwar so wie du dich selbst hier und jetzt einschätzt.

Lass dir dafür ausreichend Zeit! Denn ich denke, die Auseinandersetzung mit diesen verschiedenen Charakterisierungen schenkt dir wertvolle Einsichten. Die den Aufwand durchaus lohnen.

Frage dich:

  • Fühle ich mich generell eher introvertiert?
  • Oder bin ich eher eine extravertierte HSP?
  • Richtet sich meine Wahrnehmung eher nach außen?
  • Oder bin ich rezeptiv eher introvertiert?
  • Richtet sich meine Aktivität eher nach außen?
  • Oder bin ich willensmäßig eher introvertiert?
  • Orientiere ich mich in beiden Funktionen in dieselbe Richtung?
  • Oder empfinde ich mich eher als Mischung?
  • Rezeptiv introvertiert und willensmäßig extravertiert?
  • Oder rezeptiv extravertiert und willensmäßig introvertiert?

 

Selbstverwirklichung setzt Selbsterkenntnis voraus

Aus meiner Sicht setzt Selbstverwirklichung Selbsterkenntnis voraus. Daher scheinen mir diese Fragen durchaus sinnvoll zu sein.

Nachdem du eine erste Standort-Bestimmung gemacht hast, beobachte dich auch weiterhin. Du wirst sehen, das bleibt nicht immer konstant. Da gibt es phasenweise Änderungen, die du übrigens sowohl numerologisch, als auch astrologisch verifizieren kannst.

Beobachte dich und deine Entwicklung in Bezug auf deine persönlichen Jahre und deine Jahreshoroskope! Du wirst sehen, du bekommst du eine völlig neue Klarheit.

All die Aha-Erlebnisse werden dir helfen, dich in deinen Handlungen und Reaktionen um vieles besser zu verstehen. Und mit der entsprechenden Bewusstheit kannst du dein aktuelles Potenzial auch leichter und weiter entfalten.

 

Bewusster Umgang mit anderen

Darüber hinaus empfehle ich dir, auch Menschen deiner Umgebung in ihren Reaktionen zu beobachten. Und dann diesen verschiedenen Kategorien zuzuordnen. Du wirst sehen, das schenkt dir auch in Bezug auf dich selbst eine neue Klarheit.

Natürlich werden auch hier die Grenzen fließend sein – die wenigsten Menschen sind und bleiben nur das eine oder das andere.

Auf diese Weise wirst du vor allem deine hochsensiblen Partner, Kinder, Freunde und Kollegen besser verstehen. Und ihnen mehr Verständnis entgegen bringen. Vor allem dann, wenn diese anders agieren und reagieren, als du das erwartet hättest.

Das wird dir auch helfen, leichter mit ungewohnten Verhaltensweisen umzugehen. Vor allem solchen, die dich ohne das nötige Verständnis unter Stress gesetzt hätten.

Zuletzt möchte ich dir auch empfehlen, andere zu fragen, wie diese dich einschätzen. Wo sie dich in Bezug auf Introversion und Extraversion (in beiden Kategorien) einordnen würden. Das mag dein eigenes Bild von dir selbst abrunden und dir interessante neue Impulse bieten.

 

Fazit

Ich hoffe sehr, meine erweiterte Sichtweise zum Thema Introversion und Extraversion war auch für dich interessant und wertvoll.

Konntest du dich in meinen verschiedenen Unterteilungen wieder finden?

Und bist du dir selbst damit wieder ein Stück näher gekommen?

Introversion und Extraversion bei einer HSP sind jedenfalls um vieles komplexer, als üblicherweise beschrieben wird. Daher lag es mir am Herzen, dir hier eine erweiterte Sicht zu präsentieren.

Achte zukünftig bewusster auf die verschiedenen Kombinationen! Sowohl in deinem eigenen Leben als auch bei anderen in deinem Umfeld!

Wenn du bewusst hinschaust, werden dir interessante Aspekte auffallen; die dir ohne dieses Wissen entgangen wären.

Ich freue mich jedenfalls, wenn es mir gelungen ist, dich zu einem weiteren Schritt in Richtung Bewusstseinserweiterung zu inspirieren!