Synästhesie – eine faszinierende Anlage vieler HSP

synästhesie

Synästhesie – ein Geschenk mit Holschuld?

Synästhesie ist eine interessante Anlage, die viele alleingeborene HSP in sich tragen. Meist allerdings, ohne sich dessen bewusst zu sein. Einfach weil ihre Sinnesverschmelzungen für sie so normal sind, dass sie diese gar nicht hinterfragen.

Ist dir schon bewusst, dass du eine alleingeborene HSP bist? Was ich annehme, wenn du diesen Artikel liest.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, darf ich dich auf mein Buch “HSP – bin ich hochsensibel. Hochsensibilität im neuen Licht” hinweisen. Darin findest du auch einen ausführlichen Test. Damit kannst du sowohl deine Hochsensibilität als auch deine Alleingeburt verifizieren. 

Daher würde es mich freuen, wenn ich dir über diesen Artikel eine Anlage bewusst mache, die du in dir trägst, aber noch nicht voll und ganz entfaltet hast.

Kannst auch du Farben hören?

Siehst du Farben und Bilder, wenn du Musik höre?

Und assoziierst du Farben zu Zahlen und Buchstaben?

Könnte es sein, dass auch du ein Synästhetiker bist?

Und möchtest du mehr über Synästhesie wissen?

 

Was erwartet dich in diesem Artikel?

  • Was bedeutet Synästhesie?
  • Wie äußert sich meine Synästhesie?
  • Bei wem kommt Synästhesie besonders häufig vor?
  • Was kann ich tun, um meine Anlage zur Synästhesie zu fördern?
  • Welche Vorsichtsmaßnahmen sollte ich als Synästhet berücksichtigen?

 

Synästhesie – eine ganz seltene Anlage?

In diesem Beitrag möchte ich dir eine dieser Besonderheiten ans Herz legen, die gar nicht so selten ist: die Synästhesie!

Allerdings kommt sie sowohl bei HSP als auch bei Alleingeborenen weit häufiger vor als bei anderen Menschen. Zu dieser Verbindung gibt es auf dieser Seite übrigens einen weiteren Artikel. Du findest ihn unter diesem Link.

Auf den ersten Blick scheint es, als wären nur wenige Menschen Synästhetiker, allerdings täuscht dieser Eindruck. Diese Anlage ist viel weiter verbreitet, als uns aktuell bewusst ist. Abgesehen davon vermute ich, dass sie immer häufiger wird.

Und weil Synästhesie so wertvoll ist, sollten wir uns näher damit auseinandersetzen.

Wir sollten nachfühlen, ob wir diese Anlage nicht zumindest ansatzweise in uns tragen. Um sie dann natürlich weiter zu entfalten.

Entdecken wir dieses Geschenk und nützen wir es für ein bunteres, reicheres, lebenswerteres Leben!

 

Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß, wie Wolken schmecken…

Hast du das Gefühl, du könntest Farben hören und die Farbe von Musik sehen?

Dann weißt du, was Synästhesie ist und bist offenbar ein Synästhetiker – oder Synästhet! Dann solltest du jedenfalls diesen Artikel lesen! Denn du findest darin wertvolle Erklärungen zu deiner besonderen Anlage.

Sowohl zur Synästhesie im Allgemeinen, als auch zu deiner speziellen Ausprägung. Denn davon gibt es durchaus unterschiedliche.

Andererseits bekommst du hier die Bestätigung dafür, dass du dich mit dieser Anlage in bester Gesellschaft befindest.

 

Berühmte Synästhetiker

Hier sind einige berühmte Menschen, die von dieser spannenden Anlage betroffen waren und sind.

  • Wassily Kandinsky, der seine „musikalischen Bilder“ malte
  • die Musiker F. Liszt, J. Sibelius, Jimmy Hendrix und Billy Joel
  • der Forscher Nikola Tesla
  • und der amerikanische Physik-Nobelpreisträger Richard Feynman
  • die Dichter J. W. Goethe
  • Edgar Allan Poe, der eine Farb-Ton-Synästhesie hatte
  • Arthur Rimbaud, der in seinem Gedicht „Voyelles“ („Vokale“) ein wunderschönes Beispiel für Buchstaben-Farb-Synästhesie beschreibt.
  • Vom deutschen Lyriker Carlo Karges stammt das Gedicht: „Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß, wie Wolken schmecken…“

Du siehst, du bist also keineswegs „abnormal“ oder „psychisch krank“, wie manche Menschen mit Synästhesie meinen! Einfach, weil sie glauben, nur sie seien von diesem Phänomen betroffen. Sondern du gehörst zu jenen gar nicht so seltenen HSP, die – bewusst oder unbewusst – Synästhetiker sind.

 

Was ist eigentlich Synästhesie?

Synästhesie ist die Fähigkeit, mehrere Sinne gleichzeitig (aneinander gekoppelt) wahrzunehmen. Wird also als eine Art Symphonie der Sinne wahrgenommen.

Es gibt verschiedene Statistiken zur Häufigkeit. Die meisten Forscher gehen davon aus, dass rund 4 % der Bevölkerung betroffen sind. Andere orten 10 %. Allerdings dürfte es eine weit höhere Dunkelziffer geben. Vor allem unter HSP!

Im Prinzip geht es bei diesem Phänomen um Sinneseindrücke, die es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn dabei werden sinnliche Wahrnehmungen durch einen anderen als den eigentlich angesprochenen Sinnesreiz ausgelöst.

Synästhetische Menschen sehen beispielsweise Farben und Formen, während sie Musik hören. Und das sind keine bewussten Assoziationen. Solche können wir natürlich alle provozieren. Es handelt sich also nicht um bloße Einbildung.

Sondern bei der Synästhesie handelt es sich tatsächlich um einen messbaren Effekt im Gehirn. So kann heute mit entsprechenden Untersuchungsmethoden eindeutig nachgewiesen werden, dass die jeweils anderen Sinnesareale im Gehirn tatsächlich mit stimuliert werden.

 

Synästhesie als Normalität

Die meisten Betroffenen sprechen nicht darüber, weil für sie ihre Wahrnehmung völlig normal ist. Sie nehmen also an, dass es jedem anderen genau so geht wie ihnen.

Wenn sie dann aber doch einmal darüber sprechen, ernten sie oft Unverständnis. Dann ziehen sie sich zurück und gewinnen den Eindruck, sie seien nicht normal, ja sogar psychisch krank.

Dann bekommen sie zu hören, sie hätten so etwas wie eine Wahrnehmungsstörung. Was natürlich nicht der Fall ist!

 

Synästhesie und Kreativität

Synästhesie ist einfach eine besondere Anlage. Eine Anlage, die erwartungsgemäß vor allem bei Künstlern häufig zu finden ist. Aber das ist natürlich kein Muss, denn Synästhetiker finden sich in allen Berufen.

Jedenfalls haben Synästhetiker aller Professionen einen kreativeren Lebenszugang. So fällt es ihnen beispielsweise leichter als anderen, Metaphern zu finden und ungewöhnliche Assoziationen herzustellen.

Ein Spezialfall sind die „Savants“. Das sind Menschen mit einer außerordentlichen Inselbegabung, die ihre Synästhesie oft für ihre spezielle Merkfähigkeit nützen.

Wobei Menschen mit Synästhesie scheinbar generell ein vergleichsweise gutes Gedächtnis haben.

 

Erweiterte Wahrnehmung

Darüber hinaus schlagen Synästheten andere auf der Wahrnehmungsebene. Sie können also beispielsweise einander sehr ähnliche Farben besser unterscheiden als andere.

Und das ist sehr wertvoll, denn das hilft vor allem hochsensiblen Menschen mit Synästhesie generell beim Erkennen, Verarbeiten und Behalten von Sinnesreizen. Was bei uns ja um vieles intensiver und komplexer passiert.

Jedenfalls spricht vieles dafür, dass dieses Randphänomen bisher unterschätzt wurde. Die Verschränkung von Sinnesmodalitäten kann durchaus eine Hilfe bei den unterschiedlichsten Denkprozessen sein. Natürlich nicht nur bei HSP!

 

Ist die Synästhesie bloß die extreme Ausprägung einer allgemeinen Eigenschaft?

Es gibt Forscher, die davon ausgehen, dass Synästhesie die extreme Ausprägung einer allgemeinen Eigenschaft ist. Und zwar der Fähigkeit, Modalitäten zu verknüpfen.

Andere Wissenschaftler meinen, Synästhesie hätte eine Art „hidden agenda“. Es müsse also einen bisher noch nicht erkannten Nutzen für die Menschheit geben.

 

Synästhesie und Hirnphysiologie

Hirnphysiologisch scheint es bei dieser Besonderheit eine vermehrte Vernetzung des Gehirns zu geben. Und daraus würde eine besondere Vielschichtigkeit resultieren.

Das ist wohl auch der Grund, warum weltweit Wissenschaftler heute die spezielle Komplexität im Gehirn von Synästheten untersuchen. Einfach, weil sie sich Einsichten erhoffen, die auch für andere Menschen wertvoll sein könnten.

Eine Theorie dazu ist die folgende Erklärung. Zwischen den Wahrnehmungsarealen, die an der Entstehung der Synästhesie beteiligt sind, existieren bereits anatomisch ausgeprägte Verkabelungen, also Nervenbahnen.

Vielleicht haben wir alle ursprünglich solche dichteren Vernetzungen?

Die sich allerdings aufgrund von Nicht-Gebrauch wieder zurückbilden?

 

Synästhesie in verschiedenen Bevölkerungsgruppen

Generell scheinen Frauen häufiger von dieser Anlage betroffen zu sein. Und auch in der Kindheit dürfte sie noch weit häufiger und viel stärker ausgeprägt sein als im Erwachsenenalter.

Manche Experten gehen sogar davon aus, dass fast alle Menschen mit einer basalen Synästhesie geboren werden. Allerdings würden die meisten diese Fähigkeit in den ersten Monaten wieder verlieren.

 

Synästhetische Formulierungen im allgemeinen Sprachgebrauch

Trotz scheinbarer Seltenheit der Synästhesie, haben viele synästhetische Formulierungen in unseren Sprachgebrauch Eingang gefunden.

  • Da nehmen wir etwa einen „strechender Geruch“ wahr
  • wir sprechen von „knalligen Farben“
  • da gibt es einen „weichern Klang“
  • oder wir machen eine „bittere Erfahrung”
  • man kann sich „grün ärgern“
  • oder mal „einen Tag blau machen“
  • es gibt „rote und schwarze Zahlen“…

Fallen dir noch weitere Beispiele ein?

 

Woher kommt die Synästhesie?

Synästhesie kann genuin sein, also angeboren und damit vererbbar.

Rund die Hälfte der Synästhetiker berichten von Verwandten ersten Grades, die auch diese Anlage haben. Allerdings nicht unbedingt in derselben spezifischen Form – also welcher Sinn mit welchem verbunden ist.

Es gibt also tatsächlich eine familiäre Häufung mit unterschiedlicher Ausprägung der Synästhesie. Daher gilt die genetische Prägung als sehr wahrscheinlich; auch wenn die verantwortlichen Gene noch nicht gefunden wurden.

Wir können Synästhesie aber auch induzieren, also bewusst provozieren. Etwa, indem wir uns beispielsweise bewusst Farben zu Musik vorstellt. Also eine gezielte Assoziation erzeugen.

Dies dürfte allerdings rechtshirn-dominanten Menschen, also jenen, bei denen die rechte Gehirnhälfte dominant ist, leichter fallen.

Solche Assoziationen können auch nach der Einnahme von Drogen wie LSD entstehen.

Koffein und vermutlich auch Thein scheinen die Synästhesie zu hemmen. Alkohol oder Marihuana sollen sie hingegen steigern.

 

Verschiedene Arten von Synästhesie

Wir unterscheiden verschiedene arten von Synästhesie. Wissenschaftlich dokumentiert sind an die 60 mögliche Kombinationen.

Unlängst haben amerikanische Neurowissenschaftler eine interessante neue Form der Synästhesie entdeckt: es gibt Menschen, die Zeit als räumliche Kategorie wahrnehmen.

Hier folgen nur einige eher gängige Beispiele.

 

Sensorische Synästhesie

Es gibt die sensorische Synästhesie, bei der beispielsweise Klänge gesehen oder Farben gehört werden. Bei der Formen gerochen oder Geschmäcker gespürt werden. Dabei scheinen verschiedene Sinneswahrnehmungen zu verschmelzen.

Ein akustischer Reiz, der das Gehirn erreicht, wird bei dieser Form der Synästhesie nicht nur im Hörzentrum verarbeitet. Sondern in einer Art Übersprung auch in der Sehrinde.

Das „Farben Hören“, also die Kombination aus Sehen und Hören ist die häufigste Form.

Aber oft sind auch andere Sinne betroffen. Dann kann etwa Essen für einen Synästhetiker mehr als nur ein geschmackliches Vergnügen sein.

Die sensorische Form der Synästhesie ist jedenfalls nicht die Folge übergeordneter Denkassoziationen.

Sondern sie hat wirklich mit der Verknüpfung der Sinnessysteme zu tun. Und zwar über eine höhere Anzahl von Synapsen (Verbindungen zwischen den Nervenzellen).

Forscher gehen davon aus, dass in diesen Fällen beim Ungeborenen nicht so viele Verbindungen gekappt wurden, wie dies beim Hirnreifungs-Prozess üblicherweise der Fall ist.

So findet man durchaus auch eine besondere anatomische Ausstattung im Gehirn Erwachsener mit Synästhesie.

 

Verschiedene Schmerzqualitäten

Für mich persönlich ist es immer wieder faszinierend, wie ich die unterschiedlichen Schmerzqualitäten wahrnehme.

Die Schmerzen, die ich bei der (besonders für eine HSP oft sehr schmerzhaften!) Myo-Reflex-Therapie empfinde, siind mit Farben, Formen und Geschmäckern verbunden. Je nachdem wo meine Therapeutin ihren Reiz setzt, habe ich die unterschiedlichsten Sinneskombinationen.

Ein Phänomen, das übrigens schon mein Vater im Zusammenhang mit dem „bitteren und giftgrünen Schmerz“ seiner Angina Pectoris berichtet hat. Offenbar habe ich diese spezielle Synästhesie also von ihm geerbt.

 

Kognitive Synästhesie

Kognitive Synästhetiker sind häufiger als sensorische.

Das sind Menschen, die etwas, das sie meist früh gelernt haben, mit bestimmten anderen Dingen in Verbindung bringen. Das passiert jedoch meist nicht bewusst, sondern es ist wie ein bedingter Reflex.

Menschen mit dieser Form der Synästhesie verbinden zum Beispiel einen Wochentag oder Monat mit einer bestimmten Farbe oder Form. Auch diese Verbindung bleibt dann das ganze Leben lang konstant.

Manche verschmelzen Namen, Buchstaben oder Zahlen mit anderen Eindrücken.

Oft gibt es aber auch räumliche Anordnungen oder eine Geschlechts-Zuteilung. So kann ein Wochentag oder eine Zahl „weiter oben“ oder „weiter unten“ sein, „weiter vorne“ oder „weiter hinten“. Oder einem bestimmten Geschlecht zugehörig sein.

 

Wie kann ich Synästhesie selbst testen?

Es gibt verschiedene Selbst-Tests, um die Anlage der Synästhesie zu verifizieren. Einige findest du auch im Netz. Allerdings muss deren Ergebnis nicht unbedingt zu 100% stimmen.

Daher empfehle ich dir, nur dann mit solchen Tests zu spielen, wenn du es locker angehen kannst. Und vor allem keine allzu hohen Erwartungen daran knüpfst.

Einfach weil Erwartungen die Tendenz in sich haben, enttäuscht zu werden – und wie stressig Enttäuschungen sind, weiß wohl jede HSP!

 

Synästhesie Test

Bei einem Synästhesie Test werden beispielsweise die Namen von Farben in einer anderen Farbe geschrieben. Kennst du ein solches Bild? Hier ein Beispiel:

ROT GELB BLAU GRÜN GELB ROT  GRÜN ROT BLAU

Was liest du, wenn ich dich bitte, die Farben vorzulesen?

Interessanterweise tun wir uns generell schwerer, die Farbe zu lesen als das Wort. Vermutlich weil das Wort in der linken – meist dominanten – Gehirnhälfte wahrgenommen wird.

Menschen mit Synästhesie brauchen meist länger, um „richtig“ oder „falsch“ zu erkennen, wenn Farbe und Wort nicht zusammen passen.

Das mag daran liegen, dass sie das als extrem unangenehm und irritierend empfinden. Was zu einer gewissen Verzögerung führt.

 

Synästhesie und HSP

Synästhesie ist bei Hochsensiblen und Hochsensitiven recht weit verbreitet. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass viele (vielleicht sogar die meisten) Synästhetiker zugleich HSP sind.

Nur leider sind sich viele ihrer Besonderheit nicht bewusst. Und das gilt sowohl für HSP als auch für Synästheten.

Wer weiß, vielleicht ist es meine Aufgebe, dich mit diesem Artikel auf deine spezielle Anlage hinzuweisen?

Ich bin dabei jedenfalls einem inneren Impuls gefolgt. Und es würde mich freuen, wenn ich dir diese die Offenbarung bringen kann.

Vielleicht solltest du erkennen, welch interessante Anlage du mitbekommen hast. Eine Anlage, die es zu entwickeln und zu genießen gilt! Daher habe ich anfangs ja geschrieben, dass dies ein Geschenk mit Holschuld ist.

 

Reizüberflutung in der Synästhesie

Diese Offenbarung scheint mir vor allem auch deshalb so wesentlich zu sein, weil ausgeprägte Synästhesie rasch zu starker Reizüberflutung führen kann.

Hast du dich in meiner Beschreibung als Synästhet oder Synästhetin erkannt?

Dann solltest du vor allem in größeren Menschenansammlungen darauf achten, dich nicht zu vielen Wahrnehmungen auf einmal auszusetzen! Vor allem weil wir diese dann auch noch in verschiedenen Kombinationen wahrnehmen.

Dann besteht nämlich die Gefahr, dass du deine Eindrücke gar nicht mehr richtig differenzieren kannst. Und dann erlebst du einen belastenden Overflow.

Um diese potenzielle Gefahr zu wissen, scheint mir jedenfalls für HSP mit dieser Anlage besonders wesentlich zu sein.

Natürlich sollte jeder Mensch dem Drang folgen, sich zurück zu ziehen, wenn er das Gefühl hat, zu vielen Eindrücken ausgesetzt zu sein. Aber das gilt insbesondere für HSP.

Und noch weit mehr von der Gefahr der Überstimulierung betroffen scheinen mir Synästhetiker zu sein.

Wenn du diese Anlage in dir trägst, dann solltest du wirklich lernen, dir möglichst rechtzeitig deiner Überforderung bewusst zu werden. Und dann natürlich auch bewusst die Konsequenz daraus ziehen.

 

Fazit

Wenn du mit Synästhesie begnadet bist (ja, ich empfinde das so!), dann erfreue dich an diesem Geschenk!

Sei es, dass du dir schon länger darüber klar bist. Oder auch weil du deine Besonderheit eben erst über das Lesen dieses Artikels entdeckt hast.

Erfreue dich an dieser Besonderheit, indem du etwa ein Konzert bewusst mit all den Farben und vielleicht Geschmäckern oder Gerüchen genießt, die du parallel zu den Klängen wahrnimmst!

Darüber hinaus kannst du deine Gabe gezielt nützen. Etwa, um eine neue Sprache leichter zu lernen. Dank einer Ziffern-Farb-Synästhesie kannst du neue Vokabeln mit den für dich passenden Farben kombinieren. Oder auch mit anderen Sinneseindrücken.

Damit hast du das neu zu Lernende mehrfach und damit stärker in deinem Gehirn repräsentiert. Und hast es infolge dessen leichter abrufbar.

Ja, das kannst auch du lernen, wenn du mit dieser speziellen Anlage zur Welt gekommen bist und ein wenig trainierst.

Wäre das nicht auch für dich eine interessante Option?